Tipps zum Nähen mit Seide!

Die Fasern für die Seide wird aus dem Kokon der Seidenspinne gewonnen, die meist extra für für diese Art von Produktion gezüchtet wird. Allerdings gibt es auch wilde Tiere die zur Seidenproduktion beitragen, wie z.B. der Tussahspinner. In China wird bis heute das meiste an Seide produziert, die im übrigen hauptsächlich aus Protein besteht. Aber heutzutage werden auch immer mehr synthetische Fasern für die Herstellung verwendet.

Durch ihre geringe Dichte ist Seide besonders leicht und angenehm zu tragen. Im Winter hält sie warm und im Sommer kühl. Abgesehen von der Pflege ist Seide ein sehr angenehmes Produkt zum tragen.

Einige Arten an Seide?

  • Chiffon
    ist ein feines, durchsichtiges Gewebe das aus gedrehter Naturseide besteht und dadurch auch dieses "sandartiges" Gefühl entsteht beim anfassen. Wird vor allem auch gerne in der Damenmode verwendet.
  • Satin
    wird mit der sogenannten "Atlasbindung" hergestellt. Dadurch entsteht die stark glänzende und weiche Oberfläche. Je nach Faserart kann Satin leicht, schwer, matt, glänzend, fließend oder steif sein.
  • Haspelseide
    wird auch als die "echte Seide" bezeichnet. Gut verarbeitete Haspelseide gilt als die feinste Seide mit dem schönsten Glanz.
  • Bouretteseide
    ist eine etwas gröbere Art am Seide, die leichte Noppen auf der Oberfläche aufweist.
    Die Bouretteseide wird hauptsächlich für dekorative Zwecke verwendet.
  • Crepe de China
    der "Klassiker" der Seidenarten und wird gerne für Kleidung verwendet.
  • Tussahseide
    die "wilde Seide" die von der oben schon genannten Tussahspinne stammt. Diese Art ist etwas dicker und nicht so glänzend.

Die Pflege von Seide

Am beste gefällt es der Seide in einem lauwarmen Handbad mit neutraler Seife, in der du die Seide vorsichtig wäscht, aber nach der Wäsche nicht auswringen.

Wenn es umbedingt doch die Waschmaschine sein soll, dann auf jeden Fall den Schongang einschalten! Oder wenn du dir nicht sicher bist aber noch viel Freude an deinen z.B. Seidenkleid haben möchtest gebe dieses in die Reinigung, dort weiß man die richtige Anwendung.

Beim bügeln achte darauf, dass das Bügeleisen nicht zu heiß ist und das du die Seide von der falschen Seite bügelst.


Das Zuschneiden von Seide

Beim zuschneiden arbeitest du an besten mit Gewicht, um den Stoff besser fixieren zu können.
Zum Schneiden selber eignet sich am besten ein Rollschneider mit entsprechender Schneidunterlage. Wenn du ungern mit einem Rollschneider arbeitest empfehle ich eine Schere, wo der Griff recht flach ist, damit der Stoff nicht weit hochgehoben wird und somit verrutscht.

Eventuell auch die Kanten mit einer Zickzack-Schere bearbeiten, da Seide gerne zum Ausfransen neigt und diese Verarbeitung es etwas verhindert.


Das Nähen von Seide

Zum nähen verwendest du am besten eine kleine Stichlänge (ca. 1,5-2) und setzt die Fadenspannung etwas herab, so werden die Nähte am besten.

Wenn möglich verwendest du auch eine feine Nadel (Nadelstärke 60-70) und ein feines Nähgarn. Wie fein dein Nähgarn ist, steht meist auf der Nähgarnrolle.

Passt ebenfalls auf, dass ihr keine stumpfen Stecknadeln verwendet zum fixieren, dann könnte es passieren das Löcher entstehen oder Fäden gezogen werden. Einen weiteren Tipp, den ich für euch rausgesucht habe ist, das man unter den Stoff Seidenpapier legt um einen besseren Transfer zu haben und damit es nicht mehr so rutschig ist. Nach dem nähen kann man das mit angenähte Seidenpapier vorsichtig abziehen.


Das Versäumen von Seide

Das Versäumen von Seide ist etwas schwieriger.

Um eine saubere Naht zu bekommen, damit sich keine Fasern lösen können, empfehle ich die Französische Naht (auch links rechts Naht genannt). 

Ich habe auch hier mal ein Video verlinkt von Burda-Style, wo diese Naht gut erklärt wird : 

>>Französische Naht nähen lernen<<

Und wie immer gilt, wenn ihr Anmerkungen oder weitere Infos habt gerne Bescheid geben :)

ich freue mich auf jedes Kommentar!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0