Tipps zum Nähen mit Jersey!

Viele haben sehr Respekt davor mit dem Verarbeiten von Jersey.
Die wohl häufigste Probleme sind unter anderem das Wellen vom Stoff, unsauberes Stoffbild oder die Maschine frisst den Stoff. Dabei ist das eigentlich halb so wild, wenn man einige Tricks weiß. Die habe ich euch natürlich hier mal zusammengetragen, damit ihr genau wisst worauf ihr zu achten habt und ab jetzt alles glatt läuft bei euch.


Was ist Jersey eigentlich?

Jersey ist ein weicher, meist elastischer Stoff der hauptsächlich beim Nähen von Klamotten Verwendung findet. Er ähnelt manchmal einen Gewebe mit leichtem Rippenmuster.

Man unterscheidet zwischen 5 Jersey Arten:

  • Single-Jersey
    In der Herstellung werden hierbei abwechseln linke und rechte Maschen verwendet, wodurch der Stoff besonders elastisch wird.
  • Double-Jersey
    Wird in der Herstellung entweder links-links oder rechts-rechts Maschen verwendet, dadurch wird der Stoff robuster und hochwertiger.
  • Interlock-Jersey
    Wird in der Herstellung an zwei Nadelreihen in einer rechts-rechts Bindung gekreuzt. 
  • Jacquard-Jersey
    Wird ebenfalls an zwei Nadelreihen hergestellt in einer Variation von Stricken, Nichtstricken und Fanghenkel. Dadurch entstehen Strukturmuster im Jersey.
  • Cloqué-Jersey
    Besteht aus unterschiedlichen Lagen, die stellenweise miteinander verstrickt sind.

Generelles

Wenn möglich immer eine Jersey-Nadel für eure Nähmaschine verwenden.

So vermeidet ihr kleine Löcher im Stoff, die mit einer Universal-Nadel entstehen können.

Warum? Die Jersey-Nadel ist an der Spitze abgerundet und schiebt dadurch die Fasern beiseite anstatt diese zu durchstehen, wie bei der Universal-Nähmaschine.


Jersey geht nach dem vernähen ein

Das ist ein Problem, das man ganz einfach beheben kann. Und zwar indem man den Stoff vor dem Verarbeiten einfach einmal in der Waschmaschine durchwäscht.

Das sollte man sich generell bei allen Stoffen angewöhnen, dann gibt es später keine bösen Überraschungen.


Das Einrollen der Ränder

Jeder wird es kennen, dass sich fast jeder Jersey an den Rändern aufrollt.

Ein nerviges Übel wie ich finde. Aber durch einen kleinen Trick kann man das einfach verhindern. Dafür nimmt man sich einfach einen dünnen Streifen Vlieseline und bügelt diesen an die sich aufrollende Kante. Das gibt mehr Stabilität und dadurch rollt sich der Jersey nicht mehr auf.


Wellen im Endergebnis

Das kann mehrere Ursachen haben.

Hast du vielleicht zu viel Zug auf deinen Stoff gegeben? Beim nähen solltest du am besten so wenig Zug wie möglich auf den Jersey-Stoff geben und stattdessen die Nähmaschine den Stoff selber transportieren lassen. Unter anderem solltest du auch deine Nähmaschineneinstellungen überprüfen (z.B. Nähfußdruck oder Fadenspannung)

Im Netz habe ich noch den Tipp gefunden ein ca. 10cm breites Stück Backpapier links neben die Nadel zu legen. So gleitet die Nähfußsohle über das Backpapier und schiebt nicht mehr auf dem Jersey.

Falls ihr diesen Trick schon mal ausprobiert habt würde ich mich über ein Feedback freuen


Stoff wird in die Maschine gezogen

Bei diesem Problem liegt es meistens daran, dass man zu wenig Nahtzugabe hat oder zu nah an der Stoffkante näht.

In der Regel sollte man sich an folgendes orientieren: umso dünner der Jersey, umso mehr Nahtzugabe sollte man geben. 

Habt ihr noch weitere Tipps und Trick in Sachen "Arbeiten mit Jersey"?
Dann verratet sie mir doch gerne, vielleicht sind die für andere auch interessant :)

 

Lieben Gruß

Sarilafariii

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Kommentare: 2
  • #1

    FAIRY TALE GONE REALISTIC (Dienstag, 23 August 2016 11:26)

    Hi =)
    Sehr gutes Thema für einen Post! Danke für die hilfreichen Tipps!
    Ich persönlich hatte auch schon so meine Probleme mit Jersey, aber seit ich eine Overlock habe, ist es deutlich einfacher geworden ;)
    Liebe Grüße
    Susi

  • #2

    Sarilafariii (Dienstag, 23 August 2016 20:19)

    Freut mich das es dir gefällt! Hoffe das es auch trotz Overlock hilft